KI or not KI?

Das ist die Frage – aber eigentlich nur eine rein rhetorische. Denn an der KI führt anscheinend kein Weg mehr vorbei. Sie nimmt gehörig Fahrt auf und beeinflusst fast alle Bereiche des Lebens, ob privat oder beruflich.

Zeit für uns den unausweichlichen Mega-Trend zu beleuchten, selbstverständlich nur unter kreativen Gesichtspunkten. Vor allem bedingt durch die sich häufenden Aussagen, dass wir als Gestalter demnächst wegrationalisiert werden.

Seit 35 Jahren sind wir schon im Medien- und Kreativgeschäft tätig und die Anpassung an den technischen Fortschritt ist für uns schon immer Alltag. Gerade deswegen hinterfragen wir so manches, teilweise auch kritisch.

Wir haben uns erlaubt, die KI (in diesem Fall ChatGPT in der freien Version) mit drei, für uns relevanten, Prompts zu füttern.

Frage Nummer 1

Sollte man sich im kreativen Bereich allein auf die KI verlassen?
Schreibe eine kurze aber aussagekräftige und vor allem objektive Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile inklusive einem persönlichen Fazit von dir.

Anwort KI-generiert (dieser Abschnitt ist ungefiltert und nicht bearbeitet):
Vor- und Nachteile
Künstliche Intelligenz bietet im kreativen Bereich viele Vorteile. Sie kann Ideen innerhalb weniger Sekunden entwickeln, Texte, Bilder oder Konzepte erstellen und dadurch viel Zeit sparen. Außerdem dient sie häufig als Inspirationsquelle und hilft dabei, kreative Blockaden zu überwinden oder neue Perspektiven zu entdecken. Auch Menschen ohne umfangreiche Vorkenntnisse erhalten durch KI die Möglichkeit, kreative Projekte einfacher umzusetzen. Gleichzeitig gibt es jedoch auch Nachteile. KI greift auf bereits vorhandene Daten und Muster zurück und verfügt weder über eigene Erfahrungen noch über Emotionen oder eine persönliche Sichtweise. Dadurch können Ergebnisse weniger originell oder austauschbar wirken. Wer sich ausschließlich auf KI verlässt, läuft zudem Gefahr, die eigenen kreativen Fähigkeiten weniger weiterzuentwickeln. Hinzu kommen rechtliche und ethische Fragen, etwa im Hinblick auf Urheberrechte oder die Herkunft der Trainingsdaten.
Meiner Ansicht nach sollte KI im kreativen Bereich nicht als Ersatz für den Menschen, sondern als unterstützendes Werkzeug verstanden werden. Sie kann Arbeitsprozesse beschleunigen, neue Ideen liefern und bei der Umsetzung helfen. Wirklich kreative und überzeugende Ergebnisse entstehen jedoch meist erst dann, wenn menschliche Kreativität, Erfahrung und Persönlichkeit mit den Möglichkeiten der KI kombiniert werden. Wer ausschließlich auf KI setzt, gewinnt zwar an Effizienz, riskiert aber, dass Individualität und persönlicher Ausdruck verloren gehen. Deshalb halte ich die Zusammenarbeit zwischen Mensch und KI für den sinnvollsten und nachhaltigsten Ansatz.

Frage Nummer 2

Frage Nummer 2:
Welche Gefahren siehst Du in der Verwendung von KI-basierten Bildern, hinsichtlich des Urheberrechts?

Anwort KI-generiert (ungefiltert und unbearbeitet):
Die Verwendung von KI-generierten Bildern bringt im Hinblick auf das Urheberrecht verschiedene Risiken mit sich. Ein zentrales Problem besteht darin, dass oft nicht eindeutig nachvollziehbar ist, auf welchen Werken eine KI trainiert wurde. Wurden dabei urheberrechtlich geschützte Bilder verwendet, kann dies rechtliche und ethische Fragen aufwerfen. Darüber hinaus besteht das Risiko, dass KI-Bilder bestehenden Werken oder dem Stil einzelner Künstler sehr ähnlich sind. Auch wenn ein Stil an sich in vielen Rechtsordnungen nicht urheberrechtlich geschützt ist, können sehr starke Ähnlichkeiten im Einzelfall zu rechtlichen Auseinandersetzungen führen.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor betrifft die Rechte an den erzeugten Bildern selbst. Je nach Land und den Nutzungsbedingungen des jeweiligen KI-Anbieters ist nicht immer eindeutig geregelt, wem die Nutzungs- oder Verwertungsrechte zustehen und ob ein KI-generiertes Bild überhaupt urheberrechtlich geschützt ist. Besonders bei einer kommerziellen Nutzung können daraus rechtliche Risiken entstehen. Aus diesen Gründen sollten KI-generierte Bilder sorgfältig geprüft und die Lizenzbedingungen des verwendeten Dienstes beachtet werden. Für Unternehmen, Agenturen und professionelle Kreative ist es zudem ratsam, sich über die jeweils geltenden urheberrechtlichen Vorgaben zu informieren, bevor KI-Bilder veröffentlicht oder wirtschaftlich genutzt werden.

Frage Nummer 3

Frage Nummer 3:
Kann eine KI kreativ sein, ohne sich aus vorhandenen Inhalten zu bedienen?

Anwort KI-generiert (Kurzversion, ungefiltert und unbearbeitet):
Kurz gesagt: Nein. Eine KI erschafft nichts aus dem Nichts. Sie erzeugt neue Inhalte, indem sie Muster und Wissen aus ihren Trainingsdaten neu kombiniert. Das gilt allerdings auch weitgehend für Menschen: Unsere Kreativität baut ebenfalls auf Erfahrungen, Wissen und Eindrücken auf. Wirklich „aus dem Nichts“ zu erschaffen, ist weder bei Menschen noch bei KI nach heutigem Verständnis möglich. Der Unterschied ist, dass Menschen auf eigene Erlebnisse und Bewusstsein zurückgreifen, während KI auf gelernte Daten und Muster angewiesen ist.

Und jetzt?

Grundsätzlich ist die Nutzung der KI schon faszinierend und verführerisch. Für die Recherche zu diesen Themen hätten wir Stunden gebraucht. Der Weg des geringsten Widerstands ist bequem, denn die KI gibt Feedback in atemberaubender Geschwindigkeit und hat – so scheint es zumindest – auf jede banale oder komplexe Frage die passende Antwort sofort parat.
Vorsicht ist dennoch geboten, denn je einfacher ein Prompt gehalten ist, desto weniger wird die Antwort dem Sachverhalt gerecht. Und genau hier liegt die Krux: Für ein tiefergehendes und belegbares Ergebnis müsste man mehrere KIs wesentlich detaillierter füttern. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass sich der zeitliche Aufwand erhöht.

Interessant sind auch unsere Experimente mit der KI als Bildgenerator. Mal abgesehen vom sehr zweifelhaften Umgang mit dem Urheberrecht liefern die künstlich erzeugten Werke zum Teil wirklich haarsträubende Ergebnisse.

Unser Fazit

Als Hilfsmittel für die Recherche oder zur einfachen Bildbearbeitung jederzeit gern genommen, für die gestalterische Ausführung jedoch kaum zu gebrauchen. Selbst als Ideenfinder haben uns die KIs bis dato nicht wirklich überzeugt, da ist unser Anspruch einfach zu hoch.

Vielleicht können wir tatsächlich eines Tages aufs Knöpfchen drücken und alles läuft automatisch. Ob die überbordende Flut an sinnlos KI-generiertem Content uns nicht irgendwann mal komplett überfordert – wer weiß. Aber eines wird die KI nie ersetzen können – die individuellen Ideen eines kreativen Teams und den persönlichen Kontakt zum Kunden bzw. Menschen.

Also gestalten wir weiter.

Übrigens: Ab August tritt die KI-VO in Kraft. Eine Pflicht zur Kennzeichnung von KI-Inhalten für Anbieter und Betreiber. Bei Nicht-Einhaltung hagelt es saftige Bußgelder. Nachzulesen unter https://gesellschaft-datenschutz.de/ki-kennzeichnungspflicht. Es bleibt abzuwarten, ob Gestalter, Kreative, Designer und Künstler von dieser Regelung profitieren.